Arnstorf (ca. 52 km)

Das  Ortsbild von Arnstorf, ältester Marktflecken und Mittelpunkt des Kohlbachtales, prägen die mächtigen Dimensionen der spätgotischen Pfarrkirchen St. Georg auf einer Anhöhe am Rande des Ortes und, in dessen Zentrum, das "Obere" und "Untere Schloss". 

Dieses, ein zweigeschossiger Walmdachbau, entstand in nur wenigen Jahren nach 1680. Das "Obere Schloss" dagegen ist im Verlauf zweier Jahrhunderte immer wieder verändert worden. Seine ältesten Teile, die Schlosskapelle und Räume im Erdgeschoss, gehören in ihrer Substanz noch der Zeit um 1500 an.  


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Mit seinem glatten Torturm wirkt der vierflügelige Herrensitz vornehm und zurückhaltend zugleich. Der das Schloss umgebende Ringgraben ist größtenteils trockengelegt und in der Gartenanlage einbezogen. Der Hof ist im Erdgeschoss auf drei Seiten in kreuzgewölbte Arkadengänge geöffnet. Um 1700 wurde das Innere durch den in Österreich und Süddeutschland tätigen Freskanten Melchior Steidl verschönert und damit repräsentativer gemacht. Steidl ist vor allem von den Ausmalungen in der Stiftskirche St. Florian bei Linz bekannt. Hervorzuheben sind seine Deckengemälde im Kaisersaal des Arnstorfer Schlosses, die ein verwandtes Dekorationsschema zu Anton Gumpps Malereien in Schloss Lustheim in Schleißheim aufweisen und wohl ihre ursprünglichen Anregungen bei Pietro da Cortona und Annibale Carracci in Rom haben. Weiter gestaltete er die Decke im Treppenhaus des Südwestflügels sowie jene in der Schlosskapelle St. Katharina.