Braunau (ca. 27 km)

 

Die auf der österreichischen Seite des Inns gelegene Stadt Braunau lohnt sich als Ausflugsziel vom niederbayerischen Bäderdreieck aus. Als Bayern 1779 mit dem Frieden von Teschen seine Gebiete ostwärts des  Inns an die Habsburger abtrat, wurde der Inn zwischen Simbach und Braunau zur Landesgrenze. 

Die alte Innbrücke führt den Besucher geradewegs ins Zentrum der Altstadt, auf den großen, langgestreckten Stadtplatz. 

 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Das Bild bestimmen klare Linien der Gotik, Einflüsse der Renaissance sowie ein paar Schnörkel des Barock und Rokoko. Am südseitigen Ende des Hauptplatzes befindet sich das einzige erhalten gebliebene Stadttor, das Salzburger Tor.  

Ihre große Blüte erlebte die Stadt im 15. Jahrhundert. Davon zeugt unter anderem die imposante Pfarrkirche St. Stephan mit dem fast 100 Meter hohen Turm. Man erkennt schnell, daß die spätgotische Architektur am Inn einen wichtigen Stellenwert in der bayerischen Kunstgeschichte einnimmt (siehe Aigen, Ering, Erlach, Taubenbach, Schildthurn u. a. ). Für viele dieser Bauten war der Baumeister Stephan Krumenauer mit seiner Burghausener Bauhütte verantwortlich (Krumenauer). 

In Stadtnähe befindet sich das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Ranshofen, dessen Stiftskirche heute als Pfarrkirche dient. Es handelt sich um eine dreischiffige Hallenkirche aus den Jahren 1508 - 1520. Die Innenausstattung entstand erst später, in den Jahren 1697 - 1699. Zu dem barocken Gesamteindruck tragen die reichen Stukkaturen sowie die noch in Felder eingeteilten Fresken  bei, die dem Laienbruder Christoph Lehrl zugeschrieben werden. Das noch erhalten gebliebene Stiftsgebäude des italienischen Baumeisters Bartolomeo Viscardi wurde in italienischer Manier neu erbaut (Viscardi). Die herrlichen Stukkaturen im Stiegenhaus sind Johann Baptist Modler zuzuschreiben (Modler).