Burghausen (ca. 50 km)
|
|
|
||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||
|
Erste urkundliche Erwähnung als Reichsgut (1025). Der spätere Kaiser Konrad II. setzt die "Grafen von Burghausen" zur Verwaltung des Fiskalgutes ein Herzog Heinrich d. Löwe nimmt die Burg in seinen Besitz (1164). Nach der Burg (1180) kommt 1229 auch die schon stadtähnliche Talsiedlung in den Besitz der Wittelsbacher; kurz darauf Verleihung der Stadtrechte vermutet ab 1255, nach erster Teilung Bayerns, Beginn des politischen und wirtschaftlichen Aufschwungs als zweite Residenz der niederbayerischen Herzöge, Lebensnerv der Stadt vor allem der Handel mit Salz aus Hallein. Kodifikation des bestehenden präurbanen Gemeinderechts als Stadtrecht (1307); Verleihung wichtiger Privilegien an die Stadt durch Kaiser Ludwig d. Bayern; Stadterweiterung nach Norden und Süden (Zaglau und Spitalvorstadt); Stadtbrand 1353; Verwaltungsmittelpunkt als Rentamt (Viztumamt) Blüte und Glanzzeit unter den letzten drei niederbayerischen Herzögen Heinrich, Ludwig und Georg, genannt "die Reichen" (1393-1503) Verheerender Stadtbrand (1504); Nach Landshuter Erbfolgekrieg eines der vier Rentämter im neugeordneten Bayern (1505); Übertragung des Stadtrichteramtes (1581); Verlust der Haupteinnahmequelle aus dem Salzhandel durch Errichtung des herzoglichen Salzmonopols (1594); Beginn einer mehrhundertjährigen Periode des administrativen und wirtschaftlichen Niedergangs. Schwere Opfer und Lasten im dreissigjährigen Krieg (1618/48) und in den Erbfolgekriegen (1701/14 bzw. 1740/45); Burghausen wird durch Abtretung des Innviertels und somit Verlust des wirtschaftlich besten Hinterlandes Grenzstadt (Frieden v. Teschen nach Bayer. Erbfolgekrieg 1778/79). Ein Fluch scheint über der Stadt zu liegen: Drangsale der Napoleonischen Kriege; Auflösung der Regierung (1802); Aberkennung des 1688 erhaltenen Titels "Hauptstadt" (1807); Einstellung der Flussschiffahrt; Abzug der Garnison (1891); Absinken zur unbedeutenden Kleinstadt. Wirtschaftlicher Aufschwung seit Niederlassung der Wacker-Werke (1915) Entstehen der Neustadt; Altstadt bleibt in einzigartiger städtebaulicher Geschlossenheit erhalten! Beginn der Altstadtsanierung mit Bau des Hochwasserschutzdammes und Uferstrasse (1969/71) Mit der Gründung der Wacker-Chemie beginnt in Burghausen nicht nur ein neues Kapitel der Stadtchronik, es beginnt auch die Geschichte der Neustadt. Das Aufblühen der chemischen Industrie führt dazu, dass immer mehr Menschen ihre Wohnungen in der Nähe des Werkes suchen. Die Neustadt entwickelt sich stürmisch, Geschäfte und Gewerbebetriebe siedeln sich an, manche "flüchten" vor dem Hochwasser in der Altstadt, manche kommen neu dazu. Die Stadt steht abermals an einem Wendepunkt ihrer Geschichte, startet eine "zweite Karriere", die besonders erfolgreich war und noch immer ist. Während die 70er und 80er Jahre ganz im Zeichen der Altstadtsanierung standen, ist in den 90er Jahren - vorangetrieben von Bürgermeister Hans Steindl - die Neustadt in den Mittelpunkt gerückt. Erstes sichtbares Zeichen ist das multifunktionelle Bürgerhaus mit dem attraktiven Bürgerplatz davor. Die Einkaufsstrassen sollen noch attraktiver werden, die Stadt ist dabei, neue, moderne und kundenfreundliche Glanzlichter zu setzen, damit Burghausen als Einkaufsstadt noch leistungsfähiger wird. Durch ideale räumliche Möglichkeiten - sie reichen vom kleinen Konferenzraum über mittlere Vortragsräume bis hin zum grossen Veranstaltungssaal - ist Burghausen auf dem Weg zu einer attraktiven Tagungs- und Kongresstadt. www.burghausen.de |
||||||||||||||||||||||