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Bereits die Doppelturmfassade der im Volksmund als "Dom des Rottals" bekannten Kirche verrät durch ihre Vielgliedrigkeit und den klar abgesetzten, leicht vorschwingenden Portalbereich Fischers Eigenart. Im Inneren fühlt man dessen Streben nach bewegter, in der Rundung sich schließender Raumeinheit, wie er sie zuvor in Osterhofen zu Vollendung geführt hatte. Zur reichen Austattung leistete Johann Baptist Modler, vor allem was die Kanzel und die Stuckierung betrifft, einen wesentlichen Beitrag (MODLER). Als Freskant gesellt sich genau wie bei den Arbeiten in der ehemaligen Klosterkirche Suben der Tiroler Jakob Zeiller hinzu (ZEILLER). Philipp Jakob Schmid, der Nachfolger Ignaz Egedachers, baute 1746 für den Psalierchor ein sechsregistriges Werk (EGEDACHER). Als akustisches Gegenüber entstand aus selbiger Werkstatt 1748 die große Emporenorgel, von der das Gehäuse erhalten geblieben ist. Beim Bau der Anlage wurde die Lichtführung durch das Fassadenfenster berücksichtigt. Die beiden Seitenaltäre nahe dem Hauptaltar schuf wohl der Bildhauer Josef Matthias Götz (GÖTZ). Der Hochaltar, der im 19. Jahrhundert unter Abbau der seitlichen Bogendurchgänge an die Chorrückwand gestellt und somit aus der Einheit gerissen wurde, ist das früheste, noch erhaltene Werk des Münchner Bildhauers Johann Baptist Straub. Höhepunkte im Oeuvre von Joseph Deutschmann zeigen das kostbare Schrankwerk sowie die zwölf expressiven Atlanten in der Fürstenzeller Klosterbibliothek (DEUTSCHMANN). Dieses unvergleichbare Meisterwerk kann täglich um 15 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden. 1930 erwarb die deutsche Provinz der Maristenpatres die gesamte Klosteranlage. |