Kößlarn (ca. 17 km)

 

Hier treffen wir auf eine der ältesten und berühmtesten Marienwallfahrten des bayerischen Unterlandes. Es hat sich in diesem Ort eine mittelalterliche Wehrkirche mit sämtlichen Befestigungsanlagen vollständig erhalten. Sie wurden hauptsächlich zwischen 1460 und 1480 und in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts errichtet. Hinter den schützenden Mauern suchten die Kößlarner Zuflucht vor kriegerischen Bedrohungen.

 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Beim Betreten der Kirche zur hl. Dreifaltigkeit eröffnet sich dem Besucher ein spätgotischer Innenraum. Gotische Malerei ist das Rankenwerk in den Rippenfigurationen der Decke und die vier Evangelistensymbole. Die Seitenschiffe wurden erst im 19. Jahrhundert angebaut. Aus dem Jahr 1488 stammt die berühmte Silbermadonna von Balthasar Waltenperger (WALTENPERGER). Der spätgotische Palmesel wird 1481 erstmals schriftlich erwähnt (PALMESEL). Von der berühmten Egedacher Orgel ist, ebenso wie in St. Michael in Passau und in St. Salvator, leider nur der prächtige Orgelprospekt erhalten geblieben (EGEDACHER). Von Kößlarn ist auch bekannt, dass sich 1736 dort der Stukkateur Johann Baptist Modler niedergelassen hatte (MODLER).