Massing (ca. 65 km)

 

Dieser niederbayerische Marktflecken mit seinem alten Marktplatz beherbergt das Freilichtmuseum Massing. Es sollte bei einer Besichtigungstour durch Niederbayern nicht fehlen. Historische Bauernhofanlagen südlich der Donau haben hier eine neue Heimat gefunden.  

Neben Rottaler Vierseithöfen, einem Dreiseitanwesen aus der Dingolfinger Gegend und Kleinbauernhäusern, kann auch das älteste bislang bekannte Bauernhaus Niederbayerns von 1612 besichtigt werden (BAUERNHAUS). 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Bekannt ist Massing auch für seine im Freilichtmuseum veranstalteten Brauchtumsfeste. Dazu gehören die "Massinger Sonnwend", die Mitte Juni stattfindet sowie der "Massinger Kirta", der meist auf den dritten Samstag im Oktober fällt. Dabei wird neben Volkstanz und Spiel besonderer Wert auf die traditionellen Kirchweihgerichte gelegt, wie Küchl, bei den Einheimischen als "Auszogne" bekannt, Hasenöhrl und Pavesen. Natürlich darf die Kirchweihgans mit Blaukraut und Reiberknödel nicht fehlen. Höhepunkt unter den Sommerfesten ist das "Massinger Arntbier". Massing ist weiter bekannt für sein Berta-Hummel-Museum. Man bekommt hier einen sehr guten Überblick zum künstlerischen Schaffen der berühmten Ordensschwester Berta Hummel. Das Geburtshaus beherbergt die umfassendste Ausstellung der weltbekannten Hummelfiguren. Es lohnt sich auch, der östlich von Massing gelegenen Wallfahrskirche Mariä Heimsuchung in Anzenberg einen Besuch abzustatten. Als Anzenberger Prachtstück gilt der großartige Hochaltar, dessen Schnitzereien und Figuren man der Meisterhand des Wenzel Johann verdankt (JORHAN). Unter all den barocken Figuren sticht sofort das Gnadenbild, die Anzenberger Madonna, ins Auge. Die Herkunft dieses ausgesprochen qualitätsvollen Kunstwerks aus dem Werkstattumkreis des Landshuter Meisters Hans Leinberger wird neuerdings durch die Zuschreibung an Mathäus Kriniß, den Meister der Altöttinger Türen, konkretisiert.