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1718 wurde Jakob Pawagner, der sich durch den Umbau von St. Nikola in Passau bereits einen Namen gemacht hatte, als Baumeister eingesetzt. Nach Vollendung von Langhaus und Chorraum in architektonischer Anlehnung an den Passauer Dom wurde Pawagner infolge einer Senkung des Presbyteriums entlassen. Eine Neuerrichtung des Ostteils in den Jahren 1724 - 1726 erfolgte durch Johann Michael Fischer (FISCHER). Die bemerkenswerte Besonderheit in der Innenarchitektur liegt im Einbeziehen einer mit Okuli-Durchbrechungen versehenen Emporenanlage in den Seitenschiffen, was ein effektvolles, lichtdurchlässiges Gesamtbild ergibt. Diese Anlage erstreckt sich bis zum Mönchschor, der um 17 Stufen tiefer liegt. Der ebenfalls von St. Nikola in Passau bekannte oberösterreichische Freskant Andreas Heindl schuf den umfangreichen Freskenzyklus. Heindls Kunst ist stark im Volkstümlichen verwurzelt und unterscheidet sich darin deutlich von der akademisch geschulten Monumentalmalerei anderer österreichischer Meister. Der Hochaltar ist ein Werk des für den bayerischen Raum bedeutenden Straubinger Bildhauers Jakob Schöpf. 1918 zogen wieder Patres aus Metten ins Kloster ein. Einen wichtigen Aufgabenbereich sieht die Abtei heute in der Ökumene. So werden in der vorhandenen byzantinischen Kapelle täglich Gottesdienste nach orthodoxem Ritus gefeiert. |