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Der in Prag tätige Baumeister Carlo Lurago führte vom Jahr 1668 an den barocken Bau in die Höhe, wobei er den aus der Gotik erhalten gebliebenen Chorraum integrierte. Die Innenausstattung mit ihrem üppigen Stuckwerk und den Altaraufbauten wurde 1678 Giovanni Battista Carlone und seinem Künstlertrupp übertragen (CARLONE). Die Fresken im Mittelschiff schuf Carpoforo Tencalla aus Bissone am Luganer See. Matthias Rauchmiller aus Wien und Carlo Antonio Bussi waren für die Ausmalungen in den Seitenschiffen verantwortlich. Sehenswert ist weiter das ehemalige Augustinerchorherrenstift mit seiner barockisierten Kirche St. Nikola. Dieses letzte am Inn gelegene ehemalige Kloster beherbergt heute die Universität. Von den Passauer Kirchen weist St. Severin in der Innstadt, nahe des römischen Kastells Boiotro gelegen, mit seinem frühchristlichem Fundament die wohl älteste Bausubstanz auf.
Nicht unweit des Domes trifft man auf die ehemalige Jesuitenkirche St. Michael, die als Gemeinschaftswerk der Carlone - Familie gilt. Zusammen mit anderen Bauten entlang der Innpromenade entsteht ein wahrhaft italienisch anmutendes Gesamtbild. Nicht umsonst bezeichnet man Passau auch als "Klein - Venedig an der Donau". Dieser Eindruck erhöht sich, überblickt man von der über dem Inn gelegenen Wallfahrtskirche Mariahilf aus die gesamte Altstadt mit ihrem Dom und den Residenzgebäuden.
Von der sich auf einem Felsmassiv zwischen Donau und Ilz erhebenden Veste Oberhaus aus, die durch einen mauergesäumten Gang mit der Veste Niederhaus in Verbindung steht, fallen das Rathaus mit seinem davor angelegten Platz sowie das in die Romantik zurückreichende Kloster Niedernburg ins Auge. |