Ried im Innkreis (ca. 25 km)

 

Eine zentrale Bedeutung erreichte Ried 1779 durch die Abtrennung des Innviertels an Österreich. 1857 wird Ried zur Stadt erhoben. Durch das weite Einzugsgebiet ringsum konnte sich diese Stadt im Laufe der Zeit zur Metropole des Innviertels entwickeln.  

Verschiedenste Einkaufsmöglichkeiten in einem konzentrierten Stadtkern mit vier gemütlich angelegten Plätzen, die alle ungeraden Jahre stattfindende internationale Landwirtschafts- messe sowie ein reges Kulturleben ziehen immer wieder zahlreiche Besucher in diese Stadt. 



Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Auf dem Gebiet der Kunst ist Ried vor allem durch die Bildhauerfamilie Schwanthaler bekannt, die hier über 200 Jahre lang ihre Heimat und Wirkungsstätte hatte (SCHWANTHALER). Ihr Werkstattbetrieb existierte von 1633-1838. Aus den vielen bedeutsamen Zeugnissen sollen hier vor allem die Kunstwerke in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul Erwähnung finden. Ein Höhepunkt dieser Kirche ist die Ölberggruppe, die als eine Meisterleistung des süddeutschen Barock gilt. Diese ursprünglich gefaßte und an der Außenwand der Kirche aufgestellte Gruppe steht heute in der Elendkapelle, einer Turmkapelle der Kirche.  Aufgrund des für Thomas Schwanthaler gesicherten Ölbergfragmentes von Hohenzell wird dieses Werk Thomas zugeschrieben. Ein weiteres Meisterwerk der Kirche ist der Hochaltar, dessen figurale Teile Arbeiten von Thomas Schwanthaler sind und zwischen 1661 und 1665 entstanden. Der prächtige Rokoko-Aufbau des Tabernakels wurde 1770 von Johann Peter Schwanthaler d. Ä. geschaffen. Sehenswert ist auch der Florianaltar in der Bräuerkapelle, ein weiteres Werk Thomas Schwanthalers von 1669. Das Innviertler Volkskundehaus, ebenfalls am Kirchenplatz, ist unbedingt einen Besuch wert. Neben einer sehr umfangreichen volkskundlichen Sammlung, die hier überaus ansprechend präsentiert wird, und einem Figurensaal, der in erster Linie mit Skulpturen der Familien Schwanthaler und Zürn ausgestattet ist, trifft man auch auf eine Galerie, die einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen im Innviertel im späten 19. und im 20. Jahrhundert bietet. So findet man hier vor allem Werke von Mitgliedern der ("INNVIERTLER KÜNSTLERGILDE"), der auch überregional bekannte Künstler wie Alfred Kubin, Magret Bilger oder Anton Lutz angehörten. Das Innviertler Volkskundehaus bietet auch die Organisation der sogenannten "Schwanthaler-Roas" an, bei der Schwanthaler-Werke an verschiedenen Orten der Umgebung besichtigt werden. Das Programm kann individuell gestaltet werden. Zur Auswahl stehen Andorf, Aspach, Eitzing, Haag am Hausruck, Hohenzell, Pram, Waldzell u. a.