Rotthof (ca. 13 km)

 

Das einzigartige Patrozinium zu den hl. Siebenschläfern, das außer in Rotthof nur noch ein zweites Mal in der Bretagne vorkommt, steht als Symbol der Auferstehung. Die Legende handelt von sieben Männern, die während der Christenverfolgungen in der Mitte des dritten Jahrhunderts in eine Höhle eingesperrt wurden.  

Als man 200 Jahre später die Steine am Höhleneingang entfernte, gab Gott den sieben das Leben zurück.

 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Die kleine, im unteren Inntal gelegene Kirche, die im Barock das Patrozinium der hl. Peter und Paul annahm, bietet einen kulturgeschichtlichen Höhepunkt in dieser Gegend, da Reste steinerner Altäre und Grabmäler - auf einem sind sieben Personen dargestellt - von römischer Besiedlung zeugen. Für den einheitlichen, spätgotischen Bau um 1495 ist der Baumeister, wie bei vielen Kirchen im Inn und Rottal, in der Burghausener Werkstatt zu suchen. Besonders beachtenswert ist das gotische Gewändeportal, dessen Tür noch die originalen Beschläge mit Riegelkorb zeigt. Das Glanzstück der Kirche, was Form, Plastizität und Lichtführung betrifft, stellt der von Johann Baptist Modler 1758 unter Mithilfe seiner Söhne in Stuckmarmor und Stuck gearbeitete Hochaltar dar (MODLER). Innerhalb des Viersäulenaufbaues zeigt sich eine räumlich gestaltete Grotte mit den sieben schlafenden Jünglingen. Ebenso stammen die Seitenaltäre mit den Darstellungen der hl. Familie und des hl. Leonhard (LEONHARDIRITTE) sowie die Kanzel von diesen Künstlerhänden. Unterhalb der Empore ist ein römischer Altar aufgestellt, der lange Zeit als Weihwasserbecken diente.