Sammarei (ca. 28 km)

Der Name des im Wolfachtal gelegenen Wallfahrtsortes Sammarei läßt sich von dem im bayerischen Dialekt gesprochenen "Sancta Maria" herleiten. Den einschiffigen Kirchenbau, der Aufgrund seiner Strebepfeiler noch stark an die Gotik erinnert, hat der kurfürstliche Maurermeister Isaak Bader d. Ä., der einer Wessobrunner Künstlerfamilie entstammt, von 1629-1631 ausgeführt. Beim Betreten der Kirche fällt sofort die imposante Altaranlage aus den Jahren um 1645 auf, die direkt vor den Chorbogen gesetzt, die volle Breite des Chorraumes einnimmt.


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Die Reiterfiguren in den Schreinnischen sollten besondere Beachtung des Besuchers finden. Der Gesamtentwurf sowie die Bildschnitzarbeiten werden dem gebürtigen Südtiroler Jakob Bendl zugeschrieben. Von diesem Künstler stammen weiter die Pietá für die Gnadenkapelle und die Kanzel aus dem Jahr 1647. Ein Besuch in der Sammareier Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt sorgt für Überraschung. Der freche „Sammareier Engel“ befindet sich über dem Hochaltarbild der Wallfahrtskirche. Die beiden Durchgänge unter den Hochaltarflügeln führen zu der in die Kirche integrierten Gnadenkapelle, die bereits 1521 erwähnt wird. Dabei handelt es sich um eine unter den süddeutschen Wallfahrtskirchen einzigartigen Bauidee. Seit 1631 wird das Altarbild "Maria mit Kind" als Kultbild verehrt, eine Kopie nach Hans Holbein d. Ä. Die Orgel von einem nicht genannten Passauer Meister um 1653 zählt zu den besten Werken, die das 17. Jahrhundert auf dem Gebiet der Orgelbaukunst hervorgebracht hat.