St. Wolfgang bei Weng (ca. 22 km)

Der Steinkart bei Bad Griesbach und der Forst Lugens bei Bad Birnbach sind jene beiden großen Wälder, die sich nördlich dieser Kurorte erstrecken. Das waldreiche Hügelland dazwischen, nämlich die Gegend um Weng, wird "Holzland" genannt. Eine Viertelstunde zu Fuß von Weng entfernt trifft man auf die Ortschaft und Wallfahrtskirche St. Wolfgang.  

Der zu den bedeutendsten Heiligen Bayerns zählende Bischof Wolfgang von Regensburg soll sich der Legende nach auf seiner Wanderung ins Salzkammergut im Jahr 976 in dieser Gegend verirrt haben. 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Ein von im geworfenes Beil zeigte ihm den Weg aus dem dichten Wald. An der Stelle, an der das Beil aufschlug, entstand die Wallfahrtskirche, die in Teilen in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Die Wallfahrtskirche zeigt im Inneren spätgotischen Charakter, auf das Barock hingegen verweisen die Gewölbe im Chor sowie die vergrößerten Fenster. Die originale Bemalung der Gewölberippen wurde freigelegt, wobei im Chor spätgotische Fresken zum Vorschein kamen. Im spätbarocken Hochaltar sind zwei Statuen von Wenzel Jorhan aus Griesbach aus den Jahren um 1738 (JORHAN). Die linke Figur stellt den Kaiser Sigismund dar, die rechte den hl. Quirin. Beachtung sollte man der spätgotischen Marienfigur mit Kind schenken. Ihr Schöpfer ist wahrscheinlich dem Passauer Bildhauerkreis zuzuordnen. Die Kirche verwahrt Reliquien des Bruder Konrad, der hier im Jahre 1818 getauft wurde, täglich ministrierte und betete (BRUDER KONRAD). Auf der Höhe der Buchet, die später nach einer Rodung "Neue Welt" genannt wurde hat man einen Ausblick auf das gesamte untere Rottal.