Taubenbach (ca. 35 km)

 

In Taubenbach finden wir die ehemalige Wallfahrtskirche St. Alban, die seit 1897 nunmehr Pfarrkirche ist. Sie war jahrhundertelang im Besitz des Hochstifts Salzburg, später des Klosters Admont in der Steiermark.  

Der beachtenswerte spätgotische Bau wurde im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts (der Chorbogen zeigt das Datum 1473) von einem Landshuter Meister, bekannt als "Meister von Taubenbach", errichtet. 

 


Bad Füssing - Kur, Therme, Bayern

 

Von besonderer Bedeutung ist der Kirchturm, der vergleichbar mit jenen in Schildthurn und Aigen am Inn zu den bemerkenswertesten Turmschöpfungen der Spätgotik in diesem Raum zählt. Älteste Beweise für den Albanikult, den Patron der Kirche, zeigen die Wand- und Deckenmalereien aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Die Einrichtung läßt sich im wesentlichen der Spätrenaissance zuordnen. Der Hochaltar, erbaut zwischen 1640 und 1643, eine der aufwendigsten Frühbarockanlagen in dieser Gegend, ist ein Meisterwerk der Gebrüder Zürn, Martin und Michael d. Ä. (ZÜRN). Diese seit dem Ende des 16. Jahrhunderts tätige, ursprünglich oberschwäbische Bildhauerfamilie arbeitete seit 1624 im bayerisch-österreichischen Raum. Kunsthistorisch interessant ist die erkennbare Entwicklung der Werke dieser Familie vom späten Manierismus zu einer barocken Formensprache. Das Ziel der heutigen Wallfahrer jedoch ist nicht die Pfarrkirche St. Alban, sondern die nördlich davon gelegene spätgotische Wallfahrtskapelle St. Alban.

Besonders anspruchsvolle Arbeiten im Inneren sind die Altäre aus Stuckmarmor, bei denen drei Altarblätter von Paul Troger gemalt wurden. Das ehemalige fürstbischöfliche Schloß, das unter Fürstbischof Urban von Trenbach in ein Renaissanceschloß umgewandelt wurde, beinhaltet heute als Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums eine Keramikabteilung.