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Damit bietet Vilshofen ein Beispiel für die vielen, aus Graubünden kommenden Wanderkünstler, die vor allem im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts die süddeutsche Architektur mit italienischem Geist beeinflußten. Die Ausstattung 1693/94 erfolgte durch oberitalienische Künstler. Für die Stukkaturen war Giovanni Pietro Camuzzi (CAMUZZI) zuständig, die Deckengemälde schufen die Maler Giovanni Carlone (CARLONE) und Giacomo Antonio Mazza, der Hochaltar ist ein Werk von Andrea Solari (SOLARI). Ein weiterer, einer Graubündener Künstlerfamilie entstammender Baumeister, Bartolomeo Viscardi, entwarf die Pläne für den 1643-1647 erbauten Stadtturm (VISCARDI). Die Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1803/1804 nach dem Stadtbrand 1794 unter der Leitung von Martin Desch aus Pfarrkirchen wiederaufgebaut. Die barocke Ausstattung aus der Kirche des säkularisierten Passauer Klosters St. Nikola, darunter der Hochaltar von Joseph Hartmann, die Kanzel vermutlich von Joseph Matthias Götz sowie Seitenaltäre und Chorgestühl, wurde nach Vilshofen gebracht (GÖTZ). Aus der Aldersbacher Klosterkirche stammt der Orgelprospekt. Das Orgelgehäuse um 1760 wird Joseph Deutschmann zugeschrieben (DEUTSCHMANN). Bereits von Ferne erblickt man hoch über der Stadt die Doppelturmfassade der Abtei Schweiklberg. Die 1909-1911 erbaute missionarische Ausbildungsstätte für Benediktinermönche hat leider ihre Jugendstil-Innendekoration verloren. Die St. Barbara-Kirche birgt einen ansehnlichen Stuck-Altaraufbau von J. B. (Modler). |