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Riedenburg

Riedenburg war einst ein Herrschaftssitz mit einem dazugehörigen Pfleggericht, das der gesamten Enklave des Hochstifts Passau, von Aigen über Egglfing bis Safferstetten den Namen gab. Auch wenn das Pfleggericht später nach Aigen verlegt wurde, so bedeutete sein Name bis zu dessen Aufhebung im Jahr 1803 Riedenburg. Aus dem Jahr 1175 gibt es eine alte Aufzeichnung, in der Riedenburg bereits als fürstbischöfliche Enklave erwähnt wird. Zu dieser Enklave gehörten die Orte Aufhausen, Aufhoven zum stephanischen Aigen, Irching, Egglfing, Safferstetten und Riedenburg.

Im Jahr 1193 übergab Kaiser Heinrich IV den gesamten Besitz - von Aigen bis Riedenburg – an Bischof Wolfger zu Passau. Die gesamten Güter hatten den Sammelnamen "Die stephanischen Aigen". Nach mehreren Auseinandersetzungen mit den Burghütern und Pflegern in Obernberg wurde die Riedenburg 1373 niedergebrannt und anschließend wiederaufgebaut. Bereits 1480 wurde das Pfleggericht wegen des zunehmenden Verfalls des Schlosses und der ungesunden Lage im Sumpfgebiet nach Aigen verlegt.

Riedenburg anno dazumal

Im Jahr 1685 brannte das Schloß Riedenburg mit allen Dokumenten und Unterlagen vollständig ab, weshalb von Schloß und Herrschaftsgebiet wenig überliefert ist. Durch den Reichsdeputationshauptschluss fiel im Jahr 1803 das passauische Pfleggericht Riedenburg an das Herzogtum Bayern. Unter anderem entstand die Gemeinde Safferstetten mit dem Weiler Füssing und dem Ortsteil Riedenburg, die sich 1971 mit Würding und Egglfing und 1972 mit Aigen zur Großgemeinde Bad Füssing zusammenschlossen.

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