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Safferstetten

Safferstetten darf sich als Ur-Gemeinde der heutigen Großgemeinde Bad Füssing bezeichnen, denn ihr gehörte der Weiler Füssing an, als dort in dem Jahr 1937/38 bei der Suche nach Erdöl "nur" das heilkräftige Thermalwasser gefunden wurde. Außerdem kann Safferstetten auf eine lange Geschichte verweisen, denn der Ort ist einer der am frühesten bezeugten Orte des Unteren Inntales.  

Bereits im Jahr 735 verschenkte der Bayernherzog Hugibert das umfangreiche Gut an das Hochstift Salzburg, wo der Ort erstmals urkundlich erwähnt wird.

Im Laufe der Geschichte ergaben sich zahlreiche unterschiedliche Schreib- und Überlieferungsformen des heutigen Ortsnamens Safferstetten, von Sauerstetten bis Savarstedi. Die Edlen von Safferstetten waren im Laufe der Zeit teils salzburgische, teils regensburgische und teils passauische Ministeriale. 

Im Jahr 1441 tauschte das Chorherrenkapitel zu Mattighofen beim Passauer Bischof Leonhard von Laiming die Hofmark Safferstetten gegen die Hofmark Reding ein. Somit unterstanden jetzt Safferstetten und Riedenburg Bischof Leonhard zu Passau. Sie blieben beim Hochstift bis zu dessen Aufhebung.  

Besonders interessant ist, das bis zum Reichsdeputationshauptschluß im Jahr 1803, als die Herrschaft Riedenburg sowie das gesamte Hochstift Passau an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern kam, der Weiler Füssing dem Kurfürstentum Bayern unterstand, während die Herrschaft Riedenburg eine passauische Enklave war.

 

Ausgerechnet der kleine Weiler Füssing, nur wenige Meter von Safferstetten entfernt, kam erst mit Inkrafttreten der bayerischen Gemeindeordnung zur Gemeinde Safferstetten. Durch die Gebietsreform im Jahr 1971 wurde, aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing, Würding und im Jahr 1972 Aigen, die Großgemeinde Bad Füssing geschaffen. Der Bad-Titel wurde bereits im Jahr 1969 verliehen. Im Wesentlichen wurde durch die Gebietsreform die ehemalige Einheit der Herrschaft Riedenburg wiederhergestellt.

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